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Jagdstatistik Burgenland

 

 

Burgenländische Jagdstatistik

 

Die Angaben zur Jagdstatistik sind vorläufig ohne Gewähr, da einzelne Reviere die Einträge für 2018 im Jagd Online nicht ausgeführt haben.

 

Jagdstrecke im Vergleich zum Vorjahr / Differenz zum Vorjahr 

 

 

Schalenwildstrecken

 

 

Rotwild

Im Jagdjahr 2018 betrug die Rotwildstrecke (Erlegtes Wild plus Fallwild und Straßentod) insgesamt 1.328 Stück, das bedeutet einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 71 Stück. Die gesamte Abschusserfüllung betrug kanpp 90 %. Die Hirsche der Klasse I wurden zu 60 % erfüllt, es waren 47 Stück laut Abschussplan freigegeben, es kamen im Land allerdings nur 28 Stück (inkl. Fallwild) zur Strecke. In der Klasse II waren 33 Stück frei, erlegt wurden 43 und mit 7 Stück Fallwild wurde diese Klasse im Land mit 150 % übererfüllt. Die Klasse III wurde zu 100 % erfüllt. Die Tiere wurden mit 94 % erfüllt, die Nachwuchsstücke mit 77 %.

 
Rehwild

Beim Rehwild wurden im Jagdjahr 2018 insgesamt 21.575 Stück erlegt, das ist ein leichter Rückgang von 46 Stück. Die Rehwildstrecke bewegt sich seit 2007 auf annähernd gleich hohen Niveau von über 21.000 Stück. Mit einem Fallwildanteil von knapp 25 % an der Gesamtstrecke verlieren wir immer noch viel Wild auf den Straßen des Landes. Abgesehen vom entstehenden Tierleid und dem Sachschaden am Auto geht auch noch wertvolles Wildbret verloren.

 
Damwild

Das Damwild spielt im Burgenland eine untergeordnete Rolle und ist lokal auf einige kleine Bestände beschränkt. Die Strecke betrug im Jagdjahr 2018 insgesamt 107 Stück, das ist ein Anstieg von 8 Stück.

 
Muffelwild

Ähnlich wie beim Damwild beschränkt sich die Bejagung des Muffelwildes auf einige lokale Vorkommen im Burgenland. Die Strecke verringerte sich im Jagdjahr 2018 neuerlich auf insgesamt 194 Stück. Im Vergleich zum Vorjahr wurde die Strecke bei den weiblichen Lämmern fast verdoppelt.

 
Schwarzwild

Nachdem im Jahr 2017 ein deutlicher Anstieg der Schwarzwild-Strecke zu verzeichnen war, wurde das Jahresergebnis mit Spannung erwartet, da eine neuerliche Steigerung der Strecke erwartet wurde. Dies hat sich nicht bestätigt. Die Strecke 2018 betrug 7.161 Stück. Im Hinblick auf die Afrikanische Schweinepest sollte die Dichte des Bestandes weiterhin gesenkt werden bzw. auf ein niedriges Niveau gehalten werden.


 

 

 

 

 Niederwildstrecken

 

 

Raubwild- und Rabenvögelstrecken

 

 

 

 

 

Kommentar zum Niederwild

 

Die Niederwildstrecken befinden sich weiterhin auf erschreckend tiefem Niveau.

Auffallend ist der massive Einbruch der Strecke bei den Wildenten, hier ist ein Rückgang von fast 45 % zu verzeichnen. Die Gründe dafür sind unklar. Durch die Einführung von der digitalen Abschussmeldungsverpflichtung „Jagd Online“ könnten einige Reviere den Eintrag „vergessen“ haben. Ein Vergleich der Streckendaten aus den Vorjahren zeigt, dass manche „gute“ Reviere keine Abschussmeldung im Jahr 2018 abgegeben hat. Somit sind zumindest die Zahlen bei den Wildenten mit Vorsicht zu genießen.

 

DI Dr. Leopold Cecil

Niederwildreferent des BLJV