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Novelle WildstandsregulierungsVO

13-05-2019

Mit Mitte Mai tritt eine Novelle der Wildstandsregulierungsverordnung in Kraft.

Das Landesgesetzblatt finden Sie hier.

 

 

Mit Novellierung der Wildstandsregulierungsverordnung werden Textpassagen an die Vorgangsweise gemäß Jagd Online angepasst (Angabe der Wildschadenssituation im Rehwildabschussplanformular sowie Neufassung Abschussliste). Es treten aber auch bei Rehgeißen und Nachwuchsstücke sowie bei den Wildenten neue Schusszeiten in Kraft und lauten wie folgt:

 

Rehgeißen und Nachwuchsstücke                vom 16. August bis 31. Dezember

 

Wildenten:

Stockente, Krickente, Knäkente,

Pfeifente, Schnatterente, Spießente,

Löffelente, Tafelente, Reiherente

und Schellente                                               vom 1. September bis 15. Jänner

 

Eine Übersicht der aktuell gültigen Schusszeiten im Burgenland finden Sie hier.

 

Zusätzlich wurden die Bestimmungen zur Hegeschau bzw. Bewertung der Trophäen (§ 10) in eine neue Reihenfolge gebracht.

 

§ 10

Hegeschau; Bewertungsrichtlinien für Trophäen

 

(1) Die Erlegerinnen und Erleger trophäentragender Schalenwildstücke, mit Ausnahme von Schwarz-wild, haben zur Bewertung die Trophäen und den linken Unterkieferast ausgekocht, unverfälscht und nicht montiert, vorzulegen, bei Rot- und Damwild ist die Trophäe mit dem Oberkiefer vorzulegen. Bei den Böcken des Rehwildes der Klasse II ist die Vorlage des linken Unterkieferastes nicht erforderlich. Zu diesem Zweck haben sie die Trophäen und den Unterkieferast während des laufenden und des ihm folgenden Jagdjahres aufzubewahren. Bei Stopfpräparaten hat die Bewertung vor Beginn der Präparation zu erfolgen. Die vorgelegten Trophäen sind dauerhaft zu kennzeichnen.
(2) Grundlage für die Bewertung sind in erster Linie die Gebissmerkmale (Zahnausbildung und Zahnabnutzung), die Verknöcherungsmerkmale am Schädel und weitere Merkmale an Kopf und Gebiss, die auf das Alter schließen lassen.
(3) Nach Abschluss der Bewertung sind Abschüsse, die nicht der Verfügung oder dem genehmigten Abschuss entsprechen (Fehlabschüsse), der Bezirksverwaltungsbehörde mit einem Gutachten zur Kenntnis zu bringen.
(4) Die Bezirksverwaltungsbehörde hat zur Besprechung der jagdwirtschaftlichen Situation und zur Überprüfung der getätigten Abschüsse der trophäentragenden Stücke von Amts wegen einmal pro Jahr oder auf Antrag des Burgenländischen Landesjagdverbandes durch Verordnung die Durchführung einer öffentlichen Hegeschau anzuordnen. Die Hegeschau ist vom Burgenländischen Landesjagdverband zu veranstalten und kann den ganzen Verwaltungsbezirk oder auch nur Teile davon umfassen. Zur Hegeschau sind die Jagdausübungsberechtigten in geeigneter Form einzuladen.
(5) Bei der Hegeschau ist der Gesamtabschuss nach Geschlechtergruppen und Altersklassen sowohl in den einzelnen Jagdgebieten als auch innerhalb des gesamten Bereiches nach biologischen und jagd-wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu beurteilen und ist insbesondere auch die Wildschadensituation zu besprechen.